Unsere Verbindung 

zum Leben

Dein Kopf neigt sich nach unten, dein Blick wandert zu deinem kleinen runden Bauch. Ein Stupser mit deinem süßen Zeigefinger auf diese runde Mulde. Dann noch einer. Du bist fasziniert, eine fast kreisrunde Vertiefung an deinem Köper zu sehen. An deinem Bauch. Ein Stück Erinnerung trägst du an dir. So wie jeder von uns. 

Dieser Nabel ist platziert wie ein Denkmal für uns oft so vergesslichen Menschen. Er erinnert an die Zeit der Verbundenheit zu unserer Mutter als wir in ihr herangewachsen sind. Ja, wir alle waren abhängig und verbunden mit etwas Größerem als uns selbst, damit wir mittels eines starken Bandes, der Nabelschnur, versorgt wurden. Durch sie erhielten wir Kraft und was sie uns gab, ließ uns wachsen.

Heute kommen wir alle ohne diese sichtbare Schnur aus. Eine hinter uns liegende, fast unsichtbare Zeit prägt uns. Und mit ihr ruht in unserem Zentrum die Weisheit darüber, warum wir Menschen sind, wie wir sind. Warum wir auch nach der Geburt Nähe, Zuwendung, Liebe und besonders diesen Jemanden brauchen, damit es uns gut geht. Sie gibt Aufschluss über unsere Antriebe und Motivationen. Warum wir so gern ausgestreckte Hände ergreifen, eine Umarmung halten, einander in die Augen schauen und wenn wir dabei von uns erzählen, auch auf eine Antwort warten. Wir suchen die Verbindung, denn wir sind es gewohnt, verbunden zu sein. 

Es wird klar, warum wir ohne Gemeinschaft nicht gut leben können. Warum Isolation, Ausgrenzung und Einsamkeit unsere Spezies so tief schmerzt.

Verbunden, das waren wir also bevor wir uns dafür entscheiden konnten. Bevor wir uns dazu entschieden hatten, auf die Bindung zu unseren Kindern ein besonderes Augenmerk zu richten, hatte Gott sich entschieden. Nämlich dafür, jedem Menschen diesen Prägepunkt durch die vorgeburtliche Zeit im Bauch mitzugeben. Er erinnert uns. 
Er entschied sich für diesen "Punkt" in unserer Mitte. Gott ließ und lässt uns als Bindungswesen heranwachsen. Ihm ist Verbundensein wichtig!

Was das alles mit dem Guten im Kind zu tun hat?

Nun, um das Gute im Kind mehr und mehr zu sehen, ist unsere Einstellung zum Nähebedürfnis unserer Kinder entscheidend. 

Es heißt: 

,,Wenn du ihm den kleinen Finger reichst, nimmt er gleich die ganze Hand!". 

Diesen Satz würde er auf ein Kind bezogen, möchte ich nicht interpretieren als bewusstes Ausnutzenwollen unserer elterlichen Kraft und Fürsorge, sondern als echtes Bedürfnis nach mehr Nähe, das gesehen werden will. Ein Bitten um Unterstützung und mehr Verbindung.  Unsere innere Haltung ist wieder einmal entscheidend für das, was wir wahrnehmen und wie wir unsere Kinder sehen. Eine abweisende Haltung dieser Sehnsucht unserer Kinder gegenüber, uns nahe sein zu wollen, erschwert unser Familienleben und richtete sich weg von dem zutiefst menschlichen Grundbedürfnis, dazugehören zu wollen und sich sicher und geliebt zu fühlen.

 

Entdecken wir hingegen, dass dieses einander Naheseinwollen, von Gott in unseren Kindern angelegt ist und somit ganz natürlich ist, können wir uns leichter öffnen und mehr Nähe zulassen, als wir sie vielleicht selbst erfahren haben. Und dieses dann ohne den Hintergedanken, wir würden unsere Kinder verwöhnen oder sie würden unselbstständig werden, wenn wir dies tun.

 

Es gibt so viele Wege, sich wieder mehr verbunden zu fühlen mit seinem Kind. Beginnen wir mit unserer Aufmerksamkeit. Konzentrieren wir uns nur auf diesen kleinen geliebten Menschen.

Was passiert? 

Schon nach kurzer Zeit - Blickkontakt

Dann ein Schmunzeln, dann ein gegenseitiges Zulächeln. 
Ich bin mir sicher, es wird nicht lange dauern, da tapsen unsere Kinder auf uns zu und sprechen damit ein ,,Ja" zu unserer Einladung aus, in Verbindung mit uns zu sein .

 

Bist du auch so fasziniert über diesen Erinnerungspunkt, so wie meine Tochter und über die Weisheit, die er mit sich bringt?

 

Neige deinen Kopf nach unten. Schau an dir hinunter. Denke nicht an Sixpack, Bauchmuskelübungen oder voll Reue an die letzte Süßkramsession. Denke an deinen Kern und an das was dich stärkt. Denke an deinen Schöpfer, der uns alle als Bindungswesen erdacht hat und uns diesen Erinnerungspunkt gesetzt hat.

Wende dich an den, der mit uns in Kontakt sein möchte.
Richte deine Aufmerksamkeit auf ihn.

Spüre Blickkontakt.

Dann ein Schmunzeln und ein gegenseitiges Zulächeln.
Und laufe so die ersten Schritte auf ihn zu.
Zu dem, der uns versorgt. Und spüre sein ,,Ja" zu dir.

Du bist lebendig durch Verbindung. Von Anfang an. 

 

In der Verbindung zu ihm ist unerschöpflich Kraft. 
Unser Leben lang und darüber hinaus. 
Danke. Fatherofcontact himself.

 

Eure Sabrina

VomGutenimKind😊💛