Ungenügend, setzen, sechs!

Kannst du dich noch an den Moment erinnern, als die Mathearbeit mit der roten Sechs darauf vor dir lag? Oder eine Vier-Minus mit deinem Aufsatz zurück kam, obwohl Du so gepaukt hattest? All deine Mühen umsonst. Und daran, dass dich das so gar nicht motiviert hat, doch nächstes Mal fleißiger zu lernen, wie dein Klassenlehrer es dir 
freundlich riet?

Ich bin mir sicher, würden meine Kinder eine Schule gestalten, gäbe es auf keinen Fall sowas wie Noten. Gerne würde ich in die Schule meiner Kinder gehen. Ich würde jeden Morgen um viertel vor acht antreten und bei ihnen die Schulbank drücken. 

Oder tue ich das vielleicht nicht schon täglich?💛

Worin mich meine Kinder unterrichten, wollt ihr wissen?

✨Zuerst einmal im ,,Echt sein".
Nicht von allen Lehrern meiner Schulzeit kann ich sagen, sie seinen immer echt gewesen. Eher haben sich viele hinter der Fassade des Erwachsenen versteckt. Kinder sind echt. Das mag ich so an ihnen.

Das bedeutet nicht, dass es gut ist, ihnen immer alle meine Gedanken und Emotionen zu zeigen. Authentisch zu sein bedeutet für mich, Ihnen zu zeigen, wer ich bin. Was mir wichtig ist und für was ich stehen. 
Meine Kinder sollen mich kennen dürfen.

✨Zweitens: Kinder sind nicht überheblich. Sie stellen keine Fragen auf die sie die Antwort schon wissen. Sie prahlen ihr Wissen auch nicht heraus. Sie wollen niemanden beschämen oder einschüchtern. 
Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir Ihnen beibringen, dass Erster sein, gewinnen und alles richtig machen wichtig seien, um gesehen und geliebt zu werden. Dann wachsen Einzelkämpfer mit viel Ellenbogen, statt Teamplayer mit Herz heran. Bewertet zu werden macht vieles kaputt.

Die Schule meiner Kinder wäre wohl nicht als klassische Schule zu erkennen. Verzichtet wird auf stickige Luft in kleinen geschlossenen Räumen, denn sie lieben es barfuß im Sonnenschein zu tanzen. Da wäre jede Menge Platz, um weiterzukommen.

Da wäre Zeit, um mit sich selbst zufrieden zu sein. Ein Ort im jetzt, statt mit den Gedanken im Morgen. Da wäre Stille damit du deine Geschichte erzählen kannst und dein Kassettenherz deine Ideen aufnehmen kann, anstatt die Geschichten der anderen zu kopieren und nachzuleiern.

Meine kleinen Meister unterrichten mich Ausdauer im Erreichen von Zielen, im Dranbleiben, Aufstehen, fröhlich sein. Sie upgraden meine Emotionspalette durch mutiges authentisches sie selber sein.

In dieser Schule, es wundert euch nicht: 
Klar, es würde nur Gutes unterrichtet. 
Für alles andere bliebe ja auch keine Zeit.

Ich gehe in eure Schule. 
Doch ich sitze nicht still, denn ich bin aufgeregt. Gerade zu hibbelig. Und so gespannt auf die nächste Stunde mit euch, meine liebsten Nächsten! Meine Kinder. Danke für jedes Lehrstück.

Und zum Schluss ist mir noch wichtig eines zu schreiben. Obwohl sich hier alles um das Gute im Kind dreht, liegt meinen Kindern nicht der Druck oben auf, immer nur gut zu sein. Denn erinnern wir uns: über uns thront einer, der mit dem Wind ,,Vergebung" flüstert und der uns mit dem nächsten Regen von allem Schmutz sauber waschen wird. Der nicht hart und mit versteinerter Miene auf uns blickt, sondern ein Fels ist unter unseren Füßen, der uns trägt, wenn wir uns nochmals aufgerappelt haben, nach dem wir gefallen sind. 
Einen unvergleichlichen Lehrer des Guten.

Geht in die Schule. In die Schule eurer Kinder und lasst euch formen zu Mama's und Papa's mit den besten Noten in bedingungsloser Liebe, in freundlichen Worten und tröstenden Umarmungen.

Müsst ihr auch oft noch lange am Bett eurer Kinder "nachsitzen", bis allen die Augen zufallen?😉

Süße Träume wünsche ich euch!

Eure Sabrina
VomGutenimKind 💛😊